<html> <head> <title>Das Kaffenkahnwrack</title> <meta content="text/html; charset=unicode" http-equiv="Content-Type"> <style type="text/css"> .auto-style1 { margin-right: 22px; } </style> </head> <body background="paper02.jpg" topmargin="20" leftmargin="20" bgproperties="fixed"> <SCRIPT language=JavaScript1.1> <!-- copyklau by (matthias@loewenrudel.de --> <!-- Begin function right(e) { if (navigator.appName == 'Netscape' && (e.which == 3 || e.which == 2)) return false; else if (navigator.appName == 'Microsoft Internet Explorer' && (event.button == 2 || event.button == 3)) { alert("Finger weg!"); return false; } return true; } document.onmousedown=right; if (document.layers) window.captureEvents(Event.MOUSEDOWN); window.onmousedown=right; // End --> </SCRIPT> <p><big><font color="#004080" face="Times New Roman"><strong><big><big>Das Kaffenkahnwrack im</big></big></strong></font></big></p> <p><a href="http://www.dtmb.de"><big><font color="#004080" face="Times New Roman"><strong> Deutschen Technikmuseum Berlin</strong></font></big></a></p> <hr color="#000080" size="1"> <u><b> <p>Allgemeines</b></u></p> <p>Schiffe gehen gelegentlich unter. Wenn sie von ihren Besitzern aufgegeben, also nicht gehoben werden, knnen sie im Schlamm auf Grund die Jahrhunderte berdauern. Um so ein aufgegebenes Objekt handelt es sich bei unserem Wrack, das rumlich das grte Ausstellungsstck in der Abteilung Schifffahrt des DTM ist.</p> <p>Fehlende Bauteile werden nicht erneuert, es wird aber ein Mast mit Sprietstange und altem Segel aufgestellt, um die Grenverhltnisse zu vermitteln.</p> <p>Von der Originalladung - Dachziegel aus Rathenow - wird ein Teil eingestapelt.</p> <p>Die nicht mehr vorhandene Bude (Kajte) wird nach alten Unterlagen rekonstruiert und neben der Dockgrube, in der das Wrack gelagert ist, zusammen mit einigen originalen Fundstcken aus dem Inventar aufgestellt.</p> <p>Zur weiteren Erluterung wird eine Modellrekonstruktion aufgestellt werden. Vitrinen mit entsprechenden Darstellungen und Dokumenten sollen einen Eindruck aus diesem Milieu vermitteln.</p> <u><b> <p><img src="Kaffenkahn1.gif" alt="Copy of Kaffenkahn1.gif (21747 Byte)" width="444" height="296"></b></u></p> <p><u><b>Fund und Bergung</b></u></p> <p>Das Wrack lag in der Nhe der Spandauer Zitadelle bei der Insel Eiswerder, Fischern und Sportbootfahrern war es als Hindernis bekannt. Der fr den Bereich zustndige Fischer informierte die Sporttaucher des DUC (Deutscher Unterwasser Club e.V.).</p> <p>Gemeinsam mit den Sporttauchern und dem Deutschen Technikmuseum Berlin erfolgte die Bergung 1987. ber 30.000 Ziegelsteine wurden unter Wasser entladen. Das Wrack wurde bei dem DIW (Deutsche Industriewerke Spandau) auf ein Sttzgerst gesetzt, in die Form gedrckt und in einen schwimmenden Lagerponton eingebracht, in dem die Konservierung erfolgte.</p> <u><b> <p>Der Schiffstyp</b></u></p> <p>Da nach dem Untergang Bug und Heck sowie die Bude gewaltsam entfernt worden sind, kann die genaue Bugform, die eine korrekte Benennung (Einordnung) zulassen wrde, leider nicht festgestellt werden. Anhand der brigen Bauteile sowie der Verarbeitung des Holzes und der Ausfhrung der Plankennhte, d. h. der Dichtfugen, ist es aller Wahrscheinlichkeit nach eine berbaute bhmische Zille. Ob es sich dabei um eine Zille in Butzerform oder als Kaffenspitz handelt, kann nicht zweifelsfrei festgestellt werden.</p> <p> <img src="Kaffenkahn2.gif" alt="Copy of Kaffenkahn2.gif (14415 Byte)" hspace="3" vspace="3" width="414" height="221"></p> <p>Es ist aber sehr wahrscheinlich, da es sich um den schmucklosen Butzer gehandelt hat.</p> <u><b> <p>Alter des Schiffes, Datum des Untergang</b></u></p> <p>Gefe dieser Grenordnung wurden damals in verschiedenen Orten registriert. Am Wrack fand man eine Blechplatte mit der Zahl 5916. Leider fehlt der Teil der Tafel, der Auskunft auf den Registrierort gibt. Somit ist also die genaue Herkunft - und damit das Alter - derzeitig nicht nachweisbar.</p> <p> <img src="Kaffenkahn3.gif" alt="Copy of Kaffenkahn3.gif (14260 Byte)" align="left" hspace="3" vspace="3" width="247" height="331" class="auto-style1">Die Frontplatte des Ofens enthlt die Jahreszahl 1817, So alt ist das Wrack aber nicht. Es war ja blich, da der Schiffer seinen teuren Ofen auf das nchste Gef mitnahm, wenn das alte abgewrackt wurde. Die im Wrack gefundenen Geldstcke aus den Jahren 1845, 1846 und 1847 zeigen an, da das Gef nicht vor 1847 untergegangen sein kann. Das geht auch aus den Ziegelstempeln von Rathenow hervor. Die Ziegelei von C. Barnewitz und W. Gebhard produzierte von 1852 bis 1917. Demnach kann das Schiff auch nicht vor 1852 untergegangen sein; geschtzt wird etwa 1855. Das Baujahr des Gefes kann auf etwa 1840-1845 geschtzt werden.</p> <p>Auch die Schiefertafel mit dem im Rahmen eingeritzten Namen W. Grothe brachte bisher keine Ausknfte.</p> <p>Da das Schiff mit intakter Ziegelladung unterging, fllt ein langsames Leckwerden aus. Somit ergeben sich zwei Varianten, die zum Untergang fhrten. Erstens kann eine starke Be durch den unverstagten Mast den Sitzschemel durch die Bordwand gedrckt haben. Durch das etwa 1,30 m lange Leck strmte sofort Wasser ein, das Schiff sank.</p> <p>Die andere Variante ist, dass das Gef etwas Leckwasser hatte, was ja bei der Moosdichtung vorkam, denn "pottdicht" waren solche Gefe ja nie. Leckwasser verringert aber wegen der freien Oberflche die Stabilitt eines Schiffes erheblich, sodass bei einer Be, die nicht sofort durch "Schricken", also Loslassen des Segels, abgefangen werden konnte, dass die Bordwand unter Wasser gedrckt wurde. Als dann das Gef auf Grund lag, wurde der Mast gewaltsam seitlich herausgebrochen, um Segel, Mast und Sprietbaum zu bergen.</p> <p>Der Wahrscheinlichkeitsgrad fr beide Varianten ist gleich.</p> <u><b> <p>Schiffsabmessungen</b></u></p> <table border="0" width="80%"> <tr> <td width="78%">Lnge des Wracks</td> <td width="22%" align="right">32,00 m</td> </tr> <tr> <td width="78%">Breite ber Boden</td> <td width="22%" align="right">4,28 m</td> </tr> <tr> <td width="78%">Breite oben</td> <td width="22%" align="right">4,50 m</td> </tr> <tr> <td width="78%">Seitenhhe = Hhe des hchsten Spantkopfes ber Basis</td> <td width="22%" align="right">1,10 m</td> </tr> <tr> <td width="78%">Lnge des Schiffes original</td> <td width="22%" align="right">etwa 36,00 m</td> </tr> <tr> <td width="78%">Breite maximal</td> <td width="22%" align="right">etwa 4,60 m</td> </tr> <tr> <td width="78%">Seitenhhe</td> <td width="22%" align="right">etwa 1,10 m</td> </tr> <tr> <td width="78%">Masse des Wracks einschlielich der Tragekonstruktion</td> <td width="22%" align="right">ca. 17 t</td> </tr> </table> <p><strong>G. Pohlandt</strong></p> <p>Wer mehr ber das Wrack erfahren mchte, wendet sich bitte<br> direkt an das <a href="http://www.dtmb.de">Deutsche Technik-Museum Berlin</a>.</p> <p><strong>&nbsp;</strong></p> </body> </html>